Black Lives Matter

Black Lives Matter (ungefähr: „Schwarze Leben sind relevant“) ist schwarzer Aktivismus gegen rassistische Polizeigewalt in den USA. Aber auch in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern werden schwarze und andere rassistisch diskriminierte Menschen viel häufiger Opfer der Polizei als Weiße. Wir erinnern an die Toten und fordern die Aufklärung der noch ungeklärten Fälle, sowie die Bestrafung der Täter_innen.

Oury Jalloh wurde am am 2.6.1968 in Kabala in Sierra Leona geboren. Er starb am 7.1.2005 in Dessau in Deutschland, in einer brennenden Polizeizelle. Der Zustand der Leiche und der Matratze, auf der er gefesselt war, ist nur durch Brandbeschleuniger zu erklären. Weiterführende Links:
Aamir Ageeb wurde am 3.8.1968 in Khartum im Sudan geboren. Er starb am 28.5.1999 während seiner Abschiebung an Bord eines Lufthansa-Flugs von Frankfurt am Main in Deutschland nach Khartum im Sudan. Er war gefesselt und hatte einen Motorradhelm auf. BGS-Beamte drückten ihn so lange nach unten, bis er erstickte.
Marcus Omofuma wurde 1973 in Nigeria geboren. Er ersuchte erst in Deutschland, dann in Österreich nach Asyl. Er starb am 1.5.1999 im Flugzeug zwischen Wien in Österreich und Sofia in Bulgarien. Österreichische Beamte hatten ihm während seiner Abschiebung den Oberkörper eingeschnürt und den Mund verklebt. Er erstickte langsam.
N’deye Mareame Sarr war die Mutter von zwei Kindern. Sie wurde im Senegal geboren. Am  14.7.2001 wurde sie von der Polizei in Aschaffenburg in Deutschland im Alter von 26 Jahren erschossen.
Christy Schwundeck wurde in Nigeria geboren. Sie wurde 39 Jahre alt. Am 19.5.2011 erschoss eine Polizistin sie im Job Center in Frankfurt am Main in Deutschland.
Dominique Kouamadio wurde im Kongo geboren. Am 14.4.2006 wurde im Alter von 23 Jahren von der Polizei in Dortmund-Eving in Deutschland erschossen. Er stand kurz vor dem Realschulabschluss und Ausbildungsbeginn, war beliebt und machte in seiner Freizeit Musik (Hiphop) und arbeite als MC.
Slieman Hamade wurde am 28.2.2010 in Berlin-Schöneberg in Deutschland im Alter von 32 Jahren von der Polizei in dem Haus, in dem er wohnte, getötet. Sie hatte den unbewaffneten Mann erst geschlagen und die Treppe hinunter gestoßen, dann gefesselt, getreten, sich auf ihn gekniet und Pfefferspray direkt in seine Atemwege gesprüht. Er erstickte und wies innere Verletzungen auf.
Halim Dener wurde in Bingöl in Türkisch-Kurdistan geboren. Am 30.6.1994 wurde er in Hannover in Deutschland beim Plakatieren von PKK-Plakaten im Alter von 16 Jahren von Polizisten erschossen.
Kola Bankole wurde in Nigeria geboren. Er starb im Alter von 30 Jahren am 30.8.1994 auf dem Flughafen Frankfurt am Main in Deutschland während seiner Abschiebung. BGS-Beamte hatten ihn geknebelt und ihm Beruhigungsmittel gespritzt. Er erstickte oder starb an Herzstillstand.
Gegen rassistische Polizeigewalt!

PIRATEN RNHD rufen zur Teilnahme an Gegendemo in Sinsheim (23.03.2013) auf

tl;dr:

Der Vorstand des KV Rhein-Neckar/Heidelberg ruft zur Teilnahme an der Gegendemo zur Mahnwache der Freien Nationalisten am 23.03.2013 in Sinsheim auf.

Ausführlich:

Am 23. März 2013 veranstalten die „Freien Nationalisten Kraichgau“ in Sinsheim eine Mahnwache[1]. Mit dem Motto „Todesstrafe für Kinderschänder“ wollen sie unter dem Vorwand des Engagements gegen Kindesmissbrauch ihre rechtsextremen und demokratiefeindlichen Parolen verbreiten. Die FN Kraichgau haben zahlreiche Verbindungen zur NPD, sowie zu anderen rassistischen Gruppierungen der Region.

Die rechte Kundgebung ist von 12 bis 16 Uhr in der Sinsheimer Innenstadt angemeldet. Zeitgleich plant das Bündnis für Toleranz Sinsheim eine Gegenaktion. Wir rufen alle dazu auf, im Rahmen der organisierten
Gegenveranstaltung Zivilcourage zu beweisen und sich diesem Versuch, rechte und menschenverachtende Ideologie zu verbreiten, entschlossen entgegenzustellen!

Parolen für die Einführung der Todesstrafe untergraben das Prinzip der Menschenwürde und sind mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Die PIRATEN positionieren sich eindeutig gegen Rassismus und unterstützen explizit das Engagement gegen Rechtsextremismus[2]. Dementsprechend sollten wir auch unseren Worten Taten folgen lassen und gemeinsam gegen diese rassistische Gruppierung und ihre populistische Mahnwache protestieren.

Bis Samstag,
kein Fußbreit!

Vorstand des Kreisverbandes Rhein-Neckar/Heidelberg

[1]: https://linksunten.indymedia.org/de/node/81796
[2]:
http://www.piratenpartei.de/politik/gesellschaftliche-teilhabe/migration-und-integration/#Gegen_Rassismus