Mannheim sagt ja!

Wir fordern alle auf an der Demo Mannheim sagt Ja! teil zu nehmen.
Unten der Demoaufruf, zusätzlich sei auch noch die Erklärung des Bündnis gegen Abschiebungen hingewiesen.

MANNHEIM SAGT JA!
FLÜCHTLINGE WILLKOMMEN –
FÜR VIELFALT STATT HASS UND ANGST!

Demoparade am 17. Januar 2015
Sammelort und Start: Schlosshof 14:00 Uhr
Kundgebung: Alter Messplatz 15:00 Uhr
Kulturfest: mit Live-Musik im Capitol ab 16:00 Uhr

http://www.capitol-mannheim.de/veranstaltung/mannheim-sagt-ja?t=932

Helferinnen und Helfer, Spenderinnen und Spender, Unterstützerinnen und Unterstützer können sich an gerhard@fontagnier.de wenden.

SPENDENKONTO:
DGB-Region Nordbaden
Norddeutsche Landesbank
BLZ 250 500 00
Kontonummer 152012274
IBAN DE33 2505 0000 0152 0122 74
Stichwort: Nordbaden-Mannheim gegen Rechts 17.1.2015
Das Stichwort ist wichtig, damit der Betrag zugeordnet werden kann!

Pegida und Co verbreiten Ihren dumpfen und diffusen Hass. Auch in Mannheim gibt es erste Versuche gegen Flüchtlinge zu mobilisieren. Wir setzen dagegen ein großes Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen und heißen sie herzlich willkommen in Mannheim. Menschen werden nicht als Flüchtlinge geboren, sie werden dazu gemacht. Wir zeigen, dass Mannheim eine bunte und vielfältige Stadt ist, in der es keinen Platz für Hass, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt.

Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der 17. Januar 2015 wird ein starkes Zeichen werden. Auch wenn ihr nicht an den zentralen Veranstaltungen teilnehmen könnt: hängt ein Solidaritätsbanner/plakat vors Fenster, gestaltet eure bestehenden und vorbereiteten Veranstaltungen zu Flüchtlings-Soli-Veranstaltungen unter dem Motto MANNHEIM SAGT JA um.

Malt kreative Schilder, zeigt, dass Mannheim eine kreative und bunte Stadt ist und keinen Millimeter Platz für dumpfe Parolen hat. Macht Filmspots, Grafiken … was immer ihr könnt. Auf gehts: MANNHEIM SAGT JA!

Veranstalter: Initiative MANNHEIM SAGT JA!
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes: Gerhard Fontagnier

NOGIDA – Notleidende Offenherzig in die Gemeinschaft In Deutschland Aufnehmen

Aufruf zur Teilnahme an der Kundgebung »NOGIDA« ab Montag, 12. Januar 2015, 14-tägig jeweils um 19 Uhr auf dem Bismarckplatz in Heidelberg.

»Wir sind nicht im Geringsten bereit, unsere Werte zur Disposition zu  stellen, was Menschlichkeit, Offenheit, Gastfreundlichkeit und  Ehrlichkeit gegenüber Flüchtlingen betrifft.« 

So beginnt der Aufruf zur Demonstration gegen die selbsternannten Beschützer_innen der »abendländischen« Kultur gegen eine eingebildete »Islamisierung«. Was wäre dem hinzuzufügen? 

Der Gesellschaftsentwurf der Piraten enthält kein Aufrechnen von Menschlichkeit gegen einen verschwindend geringen Posten im Staatshaushalt, der sich der Unterstützung von Asylsuchenden widmet. Unser Gesellschaftsentwurf enthält dagegen den Respekt für und die Teilhabemöglichkeit aller Mensch an der Gesellschaft, und damit auch am Internet. Wir haben festgestellt, dass für die neuen Asylsuchendenunterkünfte in Wiesloch kein Internetzugang geplant ist. Dies ist uns Anlass, zusammen mit dem Freifunk Rhein-Neckar, nach Möglichkeiten zu suchen, diesen bereitzustellen.

Piraten gehen auch nicht auf die Straße, um Abgrenzung zu fordern, oder berechtigter Wut gegen Sozialabbau und Ängste vor dem Verlust des eigenen, bescheidenen Wohlstandes durch stumpfe Parolen gegen das Unbekannte, das Andere Luft zu machen. Piraten gehen auf die Straße um für Offenheit und Teilhabe, für die Bedürfnisse der Menschen, für mehr Transparenz im Staat und in der Verwaltung Flagge zu zeigen.

Piraten orientieren sich an Fakten, nicht an diffusen Befürchtungen einer angeblich drohenden »Islamisierung des Abendlandes«. Davon kann keine Rede sein, und wir weigern uns, diese Panikmache unwidersprochen hinzunehmen.

Und so wird es auch am Montag Abend in Heidelberg sein: Piraten werden dann mit vielen anderen gemeinsam dem Aufruf des »Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung« folgen und für Menschlichkeit, Offenheit, Gastfreundschaft und Ehrlichkeit demonstrieren. Die Piratenpartei Rhein-Neckar/Heidelberg unterstützt diese Kundgebung und ruft ihre Mitglieder und alle anderen Menschen im Kreis auf, mit ihnen dorthin zu gehen, ein friedliches Zeichen zu setzen, dass in dieser Gesellschaft kein Platz für Hass und Ausgrenzung ist.

Auch und gerade nach dem niederträchtigen Anschlag auf das französische Satiremagazin »Charlie Hebdo« ist es besonders wichtig, den Kern unserer gesellschaftlichen Werte – Freiheit und Toleranz – gegen die zu verteidigen, die ein solches Ereignis skrupellos benutzen würden, um weiteren Hass zu säen, um noch mehr Menschen hinter ihre fremdenfeindlichen Parolen zu versammeln oder um noch mehr Überwachung zu installieren – alles im Dienste eines diffusen »Sicherheitgefühls«.

Lassen Sie uns dies am Montag gemeinsam tun. Und so können wir dem Aufruf des »Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung« doch noch etwas hinzfügen: Bringen Sie einen Bleistift mit!

[1] Veranstaltungsseite auf Facebook vom Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung
[2] Artikel in der Stadredaktion mit der Möglichkeit, eine Petition zu zeichnen

Black Lives Matter

Black Lives Matter (ungefähr: „Schwarze Leben sind relevant“) ist schwarzer Aktivismus gegen rassistische Polizeigewalt in den USA. Aber auch in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern werden schwarze und andere rassistisch diskriminierte Menschen viel häufiger Opfer der Polizei als Weiße. Wir erinnern an die Toten und fordern die Aufklärung der noch ungeklärten Fälle, sowie die Bestrafung der Täter_innen.

Oury Jalloh wurde am am 2.6.1968 in Kabala in Sierra Leona geboren. Er starb am 7.1.2005 in Dessau in Deutschland, in einer brennenden Polizeizelle. Der Zustand der Leiche und der Matratze, auf der er gefesselt war, ist nur durch Brandbeschleuniger zu erklären. Weiterführende Links:
Aamir Ageeb wurde am 3.8.1968 in Khartum im Sudan geboren. Er starb am 28.5.1999 während seiner Abschiebung an Bord eines Lufthansa-Flugs von Frankfurt am Main in Deutschland nach Khartum im Sudan. Er war gefesselt und hatte einen Motorradhelm auf. BGS-Beamte drückten ihn so lange nach unten, bis er erstickte.
Marcus Omofuma wurde 1973 in Nigeria geboren. Er ersuchte erst in Deutschland, dann in Österreich nach Asyl. Er starb am 1.5.1999 im Flugzeug zwischen Wien in Österreich und Sofia in Bulgarien. Österreichische Beamte hatten ihm während seiner Abschiebung den Oberkörper eingeschnürt und den Mund verklebt. Er erstickte langsam.
N’deye Mareame Sarr war die Mutter von zwei Kindern. Sie wurde im Senegal geboren. Am  14.7.2001 wurde sie von der Polizei in Aschaffenburg in Deutschland im Alter von 26 Jahren erschossen.
Christy Schwundeck wurde in Nigeria geboren. Sie wurde 39 Jahre alt. Am 19.5.2011 erschoss eine Polizistin sie im Job Center in Frankfurt am Main in Deutschland.
Dominique Kouamadio wurde im Kongo geboren. Am 14.4.2006 wurde im Alter von 23 Jahren von der Polizei in Dortmund-Eving in Deutschland erschossen. Er stand kurz vor dem Realschulabschluss und Ausbildungsbeginn, war beliebt und machte in seiner Freizeit Musik (Hiphop) und arbeite als MC.
Slieman Hamade wurde am 28.2.2010 in Berlin-Schöneberg in Deutschland im Alter von 32 Jahren von der Polizei in dem Haus, in dem er wohnte, getötet. Sie hatte den unbewaffneten Mann erst geschlagen und die Treppe hinunter gestoßen, dann gefesselt, getreten, sich auf ihn gekniet und Pfefferspray direkt in seine Atemwege gesprüht. Er erstickte und wies innere Verletzungen auf.
Halim Dener wurde in Bingöl in Türkisch-Kurdistan geboren. Am 30.6.1994 wurde er in Hannover in Deutschland beim Plakatieren von PKK-Plakaten im Alter von 16 Jahren von Polizisten erschossen.
Kola Bankole wurde in Nigeria geboren. Er starb im Alter von 30 Jahren am 30.8.1994 auf dem Flughafen Frankfurt am Main in Deutschland während seiner Abschiebung. BGS-Beamte hatten ihn geknebelt und ihm Beruhigungsmittel gespritzt. Er erstickte oder starb an Herzstillstand.
Gegen rassistische Polizeigewalt!

Tomorrow’s Citizen – Bürger von morgen

Konferenz mit Marina Weisband

Am Samstag, den 6. Dezember, findet um 10 Uhr im Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg in der Sofienstrasse 12 die Konferenz »Tomorrow’s Citizen – Bürger von morgen« mit Scilla Elworthy (Friedensaktivistin), Nicholas Janni (Coaching & Führungskräfteentwicklung), Otfried Höffe (Philosoph), Marina Weisband (Politikerin) und Stephan Breidenbach (Mediator und Entrepreneur) statt.

Concha Marina von Mannstein vom DAI schreibt dazu:
»Ganz besonders interessant für Sie wird sicherlich der Vortrag von Marina Weisband sein. Besonders aufmerksam machen, möchten wir Sie auch auf den Beitrag  der
Friedensaktivistin Scilla Elworthy. Elworthy ist Mitglied des World Future Council, Gründerin der Oxford Research Group und wurde bereits dreimal für den Friedensnobelpreis nominiert. Einen Link zu ihrem bewegenden TED-Talk „Fighting with nonviolence“ finden Sie hier: http://www.ted.com/talks/scilla_elworthy_fighting_with_non_violence«

 

Piraten treten zu Stura Wahl an

Wolf Weidner, SpitzenkandidatWolf Weidner, Spitzenkandidat

Die Studierenden der Universität Heidelberg sind die nächsten drei Tage aufgerufen, zu wählen.

Die Piraten treten wieder mit einer Liste an. Wolf Weidner, unser Spitzenkandidat, dazu:

 

Wir versprechen euch nicht das Blaue vom Himmel, sondern einfach, dass wir in diesem Gremium arbeiten und gestalten wollen.

Das heißt zum Beispiel, regelmäßig zu den Sitzungen zu erscheinen. Viele Sitzungen in der letzten Amtsperiode waren nicht beschlussfähig, weil die Gewählten ihr Mandat nicht wahrnahmen. Viele Vorhaben sind gescheitert, weil verschiedene Gruppen keinen Gestaltungswillen haben.

Ja das Studium verlangt einem viel ab und seit Bologna wird das Studium mehr und mehr zur reinen Karrieremaßnahme. Aber das muss nicht sein.

Der Stura hat Gestaltungsräume. WIR haben Gestaltungsräume. Heidelberg ist Studierendenstadt. Und mit der dreiköpfigen Linke-Piraten-Fraktion im Gemeinderat sowie durchlässigen statt verkrusteten Strukturen zwischen den Ebenen können wir auch kommunal-politisch aktiv werden.

Schluss also mit alternativlos.

Wer keine Visionen hat, für den kommt der Arzt zu spät.

Aus Studienbeiträgen von 7,50€ pro Kopf wird ein Jahresbudget von gut 400.000€

Was wollt ihr damit tun?

Ein studentischer Freiraum der 24/7 geöffnet hat? Vorlesungen als Video online? Rollstuhlgerechtes Kultur-Shuttle? Anwesenheitspflichten wegklagen? Freies W-lan in ganz Heidelberg?

Wagt es zu träumen!